Krisenzeiten stellen Hersteller immer wieder vor schwerwiegende Herausforderungen: Produktionsstörungen aufgrund von Problemen bei der Beschaffung von Rohstoffen, Unterbrechungen von Lieferketten oder Engpässe bei Partnerunternehmen. Um bestehen zu können, muss ein Umdenken seitens der Hersteller erfolgen, indem sie ihre digitale Geschäftsstrategie optimieren und transformieren. Hier führt der Weg zur Nutzung digitaler Technologien, um sich widerstandsfähiger und anpassungsfähiger gegenüber dem Wettbewerb zu positionieren.
Zukunftssicherheit durch ein PIM-System für Hersteller
Die PIM-geführte Digitalisierung kann Hersteller vor Widrigkeiten schützen und dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen, indem sie die nötige Flexibilität, Zusammenarbeit und Transparenz maximiert, um Störungen zu überstehen. Angesichts des wachsenden Datenvolumens, der Vielfalt und der enormen Geschwindigkeit kann PIM die perfekte Zutat sein, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
- Flexibilität: Erleichtern Sie die Geschäftskontinuität, indem Sie den Zugriff auf Informationen von überall aus sicherstellen.
- Zusammenarbeit: Entwickeln Sie einen Weg, um Lücken, die durch eine Unterbrechung im Business-Ökosystem entstanden sind, schnell zu schließen.
- Sichtbarkeit: Profitieren Sie von der Echtzeit-Ansicht von Produktinformationen durch Konsolidierung von Daten in einer einzigen Plattform.
- Einblicke: Nutzen Sie Informationen, um schnellere Entscheidungen zu treffen und Geschäftsprozesse zu optimieren.
Wann sollten Hersteller ein PIM-System einführen?
Viele Hersteller haben eine große Menge an Daten und Schnittstellen zu verwalten. Oft mangelt es innerbetrieblich an abteilungsübergreifendem Informationsfluss und Genauigkeit, was wiederum die Produktivität hemmt. Eine zentrale und fehlerfreie Daten-Software schafft hier Abhilfe und ermöglicht einen absoluten Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.
8 Wege, wie PIM-geführte Digitalisierung Herstellern hilft
Ein PIM-System ermöglicht eine maximierte Automatisierung, Compliance und Synchronisation in folgenden Bereichen:
1. Qualitativ hochwertige Daten durch einmalige und zentrale Produktdatenpflege
Um Zeit- und Fehlerquellen zu vermeiden, werden Produktinformationen nur noch ausschließlich an einer zentralen Stelle gepflegt und aktualisiert. Diese Produktdaten werden im PIM-System durch Schnittstellen automatisch importiert und können dort marketing- und kanaltechnisch ergänzt werden. Durch die einmalige Datenpflege werden Fehlerquellen und Dopplungen vermieden, was Professionalität nach außen schafft. Die Qualität des Datenbestands kann jederzeit über spezielle Dashboards überprüft werden.
Die Zentralisierung der Produktdaten zur Beseitigung von Inkonsistenzen im gesamten Ökosystem erfolgt unter anderem über: digitale Assets, ERPs, Excel-Tabellen, Drittanbieter-Apps, Zulieferer, Festplatten, CRMs, ältere Anwendungen, Übersetzungsagenturen, Datenbanken, Textdateien und Beschaffungssysteme.
2. Gezielte Kundenkommunikation
Aufgrund immer neu aufkommender Vertriebskanäle benötigen Hersteller ein umfangreiches Datenmanagement, damit für die unterschiedlichen Zielgruppen spezifische Daten aufbereitet werden können. Durch PIM werden Datenmanagement-Prozesse vereinfacht und vereinheitlicht. Mit einem PIM-System können Hersteller ihren stets aktuellen Content nach Kundengruppen differenzieren und ausspielen. Passend personalisierte Angebote mit qualitativ hochwertigen Produkterlebnissen gewinnen das Kundenvertrauen und erreichen langfristig zufriedenstellende Kaufabschlüsse und Loyalität.
Eine positive Kundenerfahrung (CX) lässt sich durch ein PIM in folgenden Bereichen erreichen:
- Virtuelle Regale, endlose Gänge oder ein digitaler Kiosk ermöglichen Kunden eine fundierte Auswahl.
- Instore-Navigation, mobile Assistenten und Wearables befähigen Kunden, jederzeit und überall einzukaufen – so wird Kundenkomfort und Bequemlichkeit aufrechterhalten.
- Self-Checkouts, mobile Geldbörsen sowie etabliertes mobiles POS ermöglichen kontaktloses, komfortables Einkaufen.
- Exklusive Angebote, Treueprogramme und Auto-Nachschub-Modelle nach dem Kauf verbessern das Einkaufserlebnis durch maßgeschneiderte, bedarfsgerechte Kommunikation.
- Individuelles Engagement mit Empfehlungstools und personalisierten Angeboten sichert die Segmentierung und Genauigkeit von Produktattributen und Preisen.
3. Reduzierung der Retourenquote
Kaufttäuschungen werden durch ein PIM-System von Anfang an ausgemerzt, da die Produktinformationen zuverlässig und tagaktuell korrekt sind. So können keine Fehler beim Versand der Ware mehr passieren.
4. Omnichannel-Engagement auf jedem Kanal, jedem Gerät und zu jedem Zeitpunkt
Durch das PIM-System können alle Marketing-Kanäle auf dieselben Produktdaten zugreifen und diese angepasst auf den jeweiligen Touchpoint publizieren – etwa über E-Märkte, Onlineshop, Website, Mobil, Social Media, digitalen Handel, Katalog, In-Store, Newsletter und Apps.
5. Wettbewerbsfähigkeit durch schnelle Markteinführung
Um innovativ und wettbewerbsfähig am Markt zu bestehen, ist eine schnelle Markteinführung ein entscheidender Faktor. Durch die stets aktuell vorhandenen Dateninformationen und Möglichkeiten der Datenaufbereitung können Workflows besser überwacht, optimiert und angepasst werden, was schnell umsetzbare Marketingmaßnahmen ermöglicht.
Die tagaktuelle Produktdatenbank ermöglicht eine schnelle Produkteinführung und verkürzt die Marktplatzierung von Neuprodukten drastisch. Der Unternehmensumsatz kann durch Up- und Cross-Selling-Möglichkeiten verbessert werden, und die Markenbekanntheit wird durch hochentwickelte Workflow-Management-Funktionen erhöht. PIM automatisiert wiederholende Prozesse und ermöglicht Risikoanalysen in Echtzeit, um proaktiv reagieren zu können – das schafft freie Ressourcen und verkürzt Reaktionszeiten.
6. Lieferketten sichern
Eine PIM-Plattform vereinfacht die Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Herstellern weltweit. So können exakte Dateninformationen fehlerfrei ausgetauscht, digitale Kanäle leichter bedient und in Systeme sowie automatisierte Workflows integriert werden.
7. Steigerung der Rentabilität des Unternehmens
Betriebskosten können durch die Einführung eines PIM-Systems minimiert werden. Es erfolgt schnelles Wachstum durch leistungsstarke Integration in eine API-gesteuerte Umgebung. Zudem lassen sich Funktionen wie Marketing-Automation oder Katalogproduktion leicht hinzufügen.
8. Internationalisierung
Das PIM-System ermöglicht durch gleichzeitige Lokalisierung eine fehlerfreie länderspezifische Kommunikation, unter anderem durch teilweise automatisierte Korrektur- und Übersetzungsprozesse (TMS) sowie die Workflowsteuerung.
Fazit
Mit der Einführung eines PIM-Systems werden Unternehmen zum Vorreiter der digitalen Prozess-Revolution: Genaue Produktdaten und die Konsolidierung dieser Daten aus unterschiedlichen Systemen oder Abteilungen an einem Ort waren noch nie so wichtig.
PIM ermöglicht die strukturierte Ordnung jeder Art und jeder Menge digitaler Daten und lässt sich darüber hinaus in eine Vielzahl von Technologieprodukten integrieren – ein optimaler Partner für das Vorantreiben der betrieblichen Digitalisierung, welche sich nicht nur in den Verkaufszahlen bemerkbar macht, sondern auch vor Widrigkeiten schützt sowie dabei hilft, die nötige Flexibilität, Zusammenarbeit und Transparenz zu maximieren.