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Was kostet eine Website bei einer Agentur?

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Vom Blog bis zur Web-App, von Baukasten bis Individuallösung: Der Beitrag zeigt, welche Faktoren die Kosten einer Agentur-Website bestimmen und mit welchen laufenden Kosten dauerhaft zu rechnen ist.


Was kostet eine Website bei einer Agentur?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, dennoch gibt es zentrale Orientierungspunkte. An der Basis werden die Kosten durch den Website-Typ bestimmt: Ein Blog erfordert meist wenig Kapital, eine typische Unternehmens-Website liegt im Mittelfeld, dahinter folgen E-Commerce-Website und Mitglieder-Site, und an der Kostenspitze steht die Web-App. Diese Abstufung ergibt sich vor allem aus der Komplexität und den damit verbundenen Aufwänden an Geld, Zeit und Know-how.

Es gilt das Prinzip der Eigenleistung: Je mehr Ressourcen ein Unternehmen selbst mitbringt, desto preiswerter lässt sich eine Website realisieren. Ist etwa Programmier-Know-how im Haus vorhanden, kann stattdessen Unterstützung beim Hosting, beim Online-Marketing oder bei der Einbindung von Drittanbietersystemen gefragt sein – eine gute Agentur liefert genau den Support, der jeweils benötigt wird.

Welches System sollte man für die Website-Erstellung verwenden?

Baukasten

Ein Website-Baukasten ist im Grunde ein CMS mit stark vereinfachten Funktionsweisen – selbst für das Webdesign sind keine Programmierkenntnisse nötig, und Hosting sowie Zusatzmodule werden fertig mitgeliefert. Unternehmen können so schnell und eigenständig eine Website aufsetzen, allerdings ist ein Baukasten wenig flexibel und lässt kaum Alleinstellung oder außergewöhnliche Nutzererfahrungen zu. Zudem verursachen solche Systeme meist laufende Kosten, die bei erweitertem Funktionsumfang nicht unerheblich sind.

Content-Management-System (CMS)

Ein klassisches CMS wie WordPress ist oft open-source und damit kostenlos, während für Hosting und Paid-Plugins bezahlt werden muss. Design-Anpassungen, SEO-Features oder die Anbindung an Drittanbieter-Software verursachen dabei meist nur einmalige Kosten. Da ein CMS auch erfahrenen Webdesignern und Programmierern viele Vereinfachungen bietet, ist die Website-Umsetzung damit in der Regel besonders kosteneffizient – weshalb das CMS bei Agenturen als Basis am weitesten verbreitet ist. Selbst Individuallösungen gründen meist auf einem CMS; eine komplett individuell programmierte Website ist dagegen die Königsklasse und nur für wenige Unternehmen sinnvoll.

Eigener Webdesigner, Freelancer oder Agentur?

Die wenigsten Unternehmen haben einen Webdesigner im Haus – eine feste Anstellung für ein Website-Projekt rechnet sich meist nicht. Die kostengünstigste Alternative ist die Zusammenarbeit mit einem Freelancer, wobei oft zusätzlich ein Programmierer und ein Online-Marketing-Experte nötig sind – die Strategie muss der Auftraggeber dabei häufig selbst beisteuern. Ein niedriger vierstelliger Betrag sollte hier mindestens eingeplant werden.

Wer eine umfassende Beratung wünscht, ist bei einer Agentur besser aufgehoben: Webdesigner, Programmierer und Online-Marketer erarbeiten das Webprojekt dort Hand in Hand, erfassen die Anforderungen präzise und stimmen die Arbeitsschritte effizient aufeinander ab. Die Investition kann bei einer Agentur durchaus in den fünfstelligen Bereich steigen, bei einer Web-App sogar in den sechsstelligen.

Wie wählt man den richtigen Anbieter aus?

Sowohl online als auch regional gibt es zahlreiche Internetagenturen und Freiberufler. Wer wirklich das passende Fachwissen mitbringt und zu den eigenen Unternehmenswerten passt, lässt sich meist nur in der direkten Kommunikation sicher herausstellen. Es lohnt sich, beim Anbieter selbst und bei dessen Kunden – über Referenzen – nach Kompetenzen, Schwerpunkten und dem typischen Projektablauf zu fragen. So entsteht ein guter Überblick der Alternativen, aus dem sich der passende Partner meist automatisch herausfiltert.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten

Individuelle Anforderungen

Je komplexer die Website sein muss, desto teurer wird sie. Entscheidend ist, welchen Nutzen die Website für Unternehmen und Nutzer haben muss und was dafür wirklich benötigt wird.

Besteht bereits ein Corporate-Design?

Ein Corporate-Design ist wichtig für den Wiedererkennungswert und begünstigt die Markenbildung. Muss es für die Website erst noch erstellt werden, entstehen zusätzliche Kosten.

Welche Sicherheitsmaßnahmen müssen sein?

Eine HTTPS-Sicherung mit SSL-Zertifikat ist heute Pflicht, da Browser unverschlüsselte Seiten als unsicher markieren. Bei einem Onlineshop kommen zusätzlich sichere Zahlungsmethoden und DSGVO-konformer Datenschutz hinzu.

Weitere kostenrelevante Faktoren

  • Installation der Software: Die CMS-Installation selbst ist meist automatisiert, die Einrichtung und Abstimmung auf die eigenen Anforderungen erfordert aber individuellen Aufwand.
  • Hosting: Die Preise variieren stark zwischen Anbietern; die Server der eigenen Website-Agentur bieten oft genau die benötigten Leistungen, ohne für unnötige Paket-Features zu zahlen.
  • Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten: Neben Kontaktdaten erwarten Kunden zunehmend Live-Chat, Chatbot oder Video-Chat – je nach Zielgruppe und Alleinstellungsanspruch.
  • Multimediale Inhalte: Hochwertiger, interaktiver Content muss erstellt und passend platziert werden – beides signifikante Kostenpunkte.
  • SEO: Verursacht zusätzliche Kosten, ist aber für die Auffindbarkeit über Suchmaschinen wirtschaftlich hoch relevant.
  • Anbindung von Drittanbieter-Systemen: Etwa die Integration eines CRM für zielgenauen Support oder einer Marketing-Automation zur Lead-Konvertierung.

Welche laufenden Kosten bestehen zur Erhaltung der Website?

Neben einmaligen Aufwänden für Einrichtung, Webdesign und Drittanbieter-Integration ist eine Website praktisch immer auch mit laufenden Kosten verbunden:

  • Domain-Kosten: Die Domain als Adresse der Website wird in der Regel gemietet.
  • Hosting-Kosten: Für die Server, auf denen die Website läuft, fällt aufgrund von Energieaufwand und Wartung eine Miete an.
  • Online-Marketing: Erst durch fortlaufendes Online-Marketing, etwa SEO, entfaltet eine Website ihr volles Potenzial.
  • Wartung und Support: Die Website muss technisch aktuell gehalten werden, um langfristig sicher und funktionsfähig zu bleiben.
  • SSL-/TLS-Zertifikate: Häufig im Hosting enthalten, bei sensiblen Daten sind aber höherwertige, kostenpflichtige Zertifikate mit Organisationsidentifikation sinnvoll.

Die grundlegenden Arbeitsschritte bei der Website-Entwicklung

  • Strategieplanung: Ziele und Zielgruppe der Website müssen feststehen, bevor effizient darauf hingearbeitet werden kann.
  • Funktionen: Die Funktionen zur Umsetzung der Strategie sowie nötige Drittanbieteranwendungen werden erfasst.
  • Wireframes und Webdesign: Layout, Features und Design werden in Wireframes gefasst, bevor das eigentliche Webdesign beginnt.
  • Programmierung: Der Aufwand hängt stark vom Basissystem – CMS, Baukasten oder Individuallösung – und den individuellen Anforderungen ab.
  • Test- und Bugfixing-Phase: Es wird ausgiebig geprüft, ob alles wie gewünscht funktioniert.
  • Livegang: Die Website geht live und erfüllt ihre Ziele idealerweise weitgehend selbstständig.

Fazit

Was eine Website bei einer Agentur kostet, lässt sich auch am Ende dieses Beitrags nicht mit einem pauschalen Betrag beantworten. Entscheidend ist, welche strategischen und funktionalen Anforderungen die Website erfüllen muss, welche Systembasis gewählt wird und welche externen Partner hinzugezogen werden bzw. welche Eigenleistungen möglich sind.