Warum KMU heute eine eigene Website brauchen
B2C-Zielgruppen informieren sich und kaufen seit Jahren bevorzugt online. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich zunehmend auch im B2B-Bereich: Schon heute nutzt laut ECC Köln rund ein Viertel der Geschäftskunden Hersteller- bzw. Händler-Websites, um vorab Informationen über Produkte einzuholen. Allein die Tatsache, dass (potenzielle) Kunden ihre Kaufentscheidungen immer häufiger online unterstützen, zeigt, dass heute auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kein Weg an einer eigenen Website vorbeigeht.
Für KMU ist eine gute Online-Sichtbarkeit besonders vorteilhaft, da ihnen häufig der Bekanntheitsgrad größerer Konzerne fehlt. Eine gute Website bietet bei vergleichsweise wenig Aufwand beste Chancen, neue Besucher und Geschäftspartner zu erreichen und vielleicht sogar neue Märkte zu erschließen.
Design und Navigation
Ansprechendes, funktionales, zielgruppengenaues Design
Das Design einer Website ist mehr als eine Komposition aus Farben, Formen und Features – idealerweise spiegelt es die Werte und Visionen der Marke wider, lässt Besucher die Brand sofort der Branche zuordnen und bietet Identifikationspunkte. Das Webdesign sollte zudem funktional und genau auf die Erwartungen der Zielgruppe abgestimmt sein, mit schnell und intuitiv erreichbaren wichtigen Bereichen. Ein responsive Webdesign ist angesichts der wachsenden Nutzerschaft mobiler Endgeräte oft die zweckmäßigste Lösung – Usability und Mobilfähigkeit sind zudem hoch SEO-relevant.
Intuitive Navigation
Eine auf Branche und Zielgruppe abgestimmte Navigation trägt entscheidend dazu bei, dass (potenzielle) Kunden schnell finden, was sie benötigen. Das erhöht die Nutzungsintensität und damit die Chancen auf Conversions – von der Kontaktaufnahme bis zum Kauf – und liefert zudem wichtige Signale für das Suchmaschinen-Ranking.
Startseite und Portfolio
Umfassend repräsentierende, conversion-starke Startseite
Die Startseite ist fast immer der erste Touchpoint mit der Marke – auch Besucher, die zunächst auf anderen Seiten landen, kehren oft zum Start zurück, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sie sollte einen umfassenden Überblick der Marke mit zentralen Leistungsinformationen und allen wichtigen USPs bieten und Besuchern viele Gründe geben, sich umzusehen, Kontakt aufzunehmen oder zu kaufen.
Portfolio schnell erfassbar machen
Das eigene Portfolio sollte zentral bereitgestellt und schnell erfassbar sein – gerade im B2B-Bereich machen sich Interessenten gerne ein umfassendes Bild von potenziellen Partnern. Eine versteckte Leistungsseite und ausschweifende Texte sind dabei ein No-Go, da Besucher meist wenig Zeit haben und nach echten Mehrwerten suchen.
Referenzen und ein authentischer Unternehmensauftritt
Eindrucksvolle Referenzen
Referenzen – etwa in Form beschriebener Projekte, präsentierter Partnerschaften oder genannter Auftraggeber – geben potenziellen Kunden präzise Einblicke in die eigene Arbeit und bieten zudem eine gute Gelegenheit, regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen, was wiederum der SEO zugutekommt.
Unternehmen authentisch, nahbar und persönlich vorstellen
Potenzielle Kunden möchten vor einem Geschäftsabschluss wissen, mit wem sie es zu tun haben – gerade im B2B-Bereich, wo oft große Summen und langfristige Verpflichtungen im Spiel sind, werden Über-uns-Seiten genau gesichtet. Eine authentische Selbstdarstellung ohne platte Werbebotschaften, mit direkten Kontaktmöglichkeiten und etwas Persönlichkeit, erhöht die Chancen erheblich, dass Leistungen tatsächlich in Anspruch genommen werden.
Kontaktaufnahme und Expertenstatus
Kontaktaufnahme einfach gestalten
Gerade bei B2B-KMU ist der direkte Kontakt zu potenziellen Partnern besonders wichtig. Wer sich schon vor dem Geschäftsabschluss kontakt- und kommunikationsstark zeigt, signalisiert Interessenten, dass er schnell und unkompliziert erreichbar ist – ein starkes Kaufargument in B2B wie B2C. Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind Standard, darüber hinaus werden zunehmend Live-Chat, Video-Chat, soziale Medien und Messenger erwartet.
Aktuelles und Wissenswertes für Expertenstatus und SEO
Über einen Blog lassen sich regelmäßig Updates, Branchen-News oder Tipps zur Produktnutzung teilen – das liefert Mehrwert und positioniert das Unternehmen als Experten seines Bereichs. Google bewertet regelmäßigen, mehrwerthaltigen Content als besonders relevant, was zu einem besseren Ranking und mehr Reichweite führt.
Impressum und Datenschutz
Bei geschäftlich genutzten Websites gilt es in Deutschland spezifische juristische Standards einzuhalten. Eine Seite mit dem Titel „Impressum“ ist Pflicht, auf der Besucher alle Angaben gemäß § 5 Telemediengesetz finden – unter anderem Anschrift, Kontaktdaten, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Rechtsform. Die Datenschutzrichtlinien sind komplizierter: Jegliche Verwendung von Besucherdaten muss in einer gesonderten Datenschutzerklärung dargelegt werden, ebenso ist ein Hinweis auf Cookies mit differenzierten Zustimmungsoptionen erforderlich. Weitere Anforderungen ergeben sich aus der jeweiligen Geschäftsausrichtung – hierfür sollte in jedem Fall ein Rechtsexperte hinzugezogen werden.
8 Kriterien für eine gute Website
- Hochwertige Inhalte: Content, der bei der Lösung eines spezifischen Problems wirklich weiterhilft, steigert die Chancen auf Abschlüsse.
- SEO: Da Suchmaschinen häufig Ausgangspunkt jeder Recherche sind, sollte die Website dort bestens positioniert sein.
- Visuelle Inhalte: Bilder, Infografiken und Videos vermitteln auch komplexe Sachverhalte eingängig und finden großen Zuspruch.
- Nutzerfreundliche Gestaltung, Usability: Nur eine einfach nutzbare Website wird auch wirklich intensiv genutzt.
- Kurze Ladezeiten: Wichtig für die Usability und mittlerweile hoch SEO-relevant.
- Mobile Optimierung: Immer mehr Kunden recherchieren bevorzugt über Mobilgeräte.
- Analyse der User-Journey: Alle Bestandteile der Website sollten die Zielgruppe an jedem Punkt der Journey optimal unterstützen.
- Professionelles Online Marketing: Die Website bietet vielfältige Möglichkeiten, Kundengewinnung und -bindung ganzheitlich voranzutreiben.
WordPress für KMU und die Wahl des richtigen Umsetzungspartners
Das Baukastensystem WordPress
WordPress ist kein klassischer Baukasten, hält aber zahlreiche Vereinfachungen bereit, durch die auch unerfahrene Nutzer vieles selbst erledigen können. Das CMS ist zugleich sehr flexibel: Individuelle Layouts und nahezu alle erdenklichen Web-Features lassen sich umsetzen und ohne große Fachkenntnisse verwalten. Diese Endnutzerfreundlichkeit bei hoher Flexibilität macht WordPress ideal für KMU ohne eigene Fachabteilung für Website-Management – dank zahlreicher konfigurierbarer Plugins lassen sich WordPress-Websites zudem vergleichsweise zügig und preiswert erstellen.
One-Man-Show oder Agentur?
Für die Realisierung der eigenen Website stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten offen: Selbsterstellung, Freelancer oder Agentur. Für wirklich ideale Voraussetzungen empfiehlt sich eine Agentur, da hier von der Arbeitskraft und dem Know-how zahlreicher Fachkräfte profitiert werden kann – in Strategie, Controlling, Webdesign, SEA, SEO, Social-Media-Marketing und weiteren Bereichen des Online Marketings.
Fazit
KMU brauchen eine Website, mit der sich das eigene Geschäft nutzbringend und nachhaltig unterstützen lässt – immer mehr Betriebe erkennen diese Notwendigkeit. Tatsächlich erweisen sich aber nur wenige Internetauftritte dieser Unternehmensgröße als wirklich erfolgreich. Wer die in diesem Artikel vorgestellten Faktoren – von Design und Navigation über Referenzen bis hin zu Impressum und Datenschutz – berücksichtigt, ist auf dem richtigen Weg zu einer perfekten KMU-Website.